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ALBUM DER WOCHE

All Time Low - Wake Up, Sunshine

03.04.2020

Fast uhrwerkartig veröffentlichen All Time Low seit 2003 ein Album nach dem anderen. Für lange Pausen sind die vier Jungs aus Baltimore viel zu gerne bei der Arbeit. Nun veröffentlichen sie mit Wake Up, Sunshine ihr 8. Studioalbum.

Eröffnet wird die Platte mit der Single Some Kind Of Disaster, ein Ohrwurm, der sich mit jedem Hören noch einen Tick fester in den Gehörgängen verankert. Der Opener gibt den Ton für den Rest der Platte an: Lebensbejahender Pop-Punk mit einer Prise College-Rock, die uns an die musikalischen Anfänge der Band erinnert. Das Album strotzt vor positiver Energie, getragen von dynamischen Gitarren und der durchdringenden Stimme von Alex Gaskarth.
Von der ganzen Sommer-Sonnenschein-Atmosphäre sollte man sich allerdings nicht blenden lassen. Neben Wachmacher-Tracks, finden Hörer auch tiefgründigere Songs auf der Platte. So fügt sich Melancholy Kaleidoscope energetisch nahtlos in die Platte ein. Thematisch beleuchtet der Track aber eine eher dunkle Seite des Lebens. Frontman Alex Gaskarth sprach im Interview darüber, wie seine Depressionen den Song geprägt haben: „Zakk [Cervini], unser Produzent, hatte diesen schnellen Song an der Hand und ich dachte nur: Das ist einfach nicht, was ich gerade fühle.“ Das Ergebnis ist ein energiegeladener Song über die Kraft der Musik seelische Wunden zu heilen.

Die neuste Platte von All Time Low ist eine Erfrischung. Der Titel des Albums bringt es dabei auf den Punkt: Wake Up, Sunshine sind 15 Songs, die munter machen und gute Laune verbreiten. Die Platte kommt damit genau zur rechten Zeit.