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ALBUM DER WOCHE

Bush - The Kingdom

17.07.2020

Gleich mit ihrer ersten Platte Sixteen Stone haben Bush in den 90er Jahren die Messlatte hoch gehängt. Seit über 25 Jahren - ja, so lange halten sich die Briten schon erfolgreich im Musikgeschäft – messen Kritiker jede ihrer neuen Veröffentlichungen an eben jenem Werk, auf dem die Klassiker Everything Zen und Little Things zu finden sind. Mit The Kingdom veröffentlichen Bush nun ein Album, dass ihrem Debut zweifelsfrei das Wasser reichen kann.

The Kingdom schließt hörbar an Sixteen Stone an, schlägt aber eine deutlich härtere Gangart ein. Ohne Umschweife springt dem Hörer gleich der Opener Flowers On A Grave mit unverkennbar „bushigem“ Gitarrenriff entgegen. Das energetische Quicksand kommt sogar mit so viel Energie daher, dass es auch auf eine klassische Metal-Scheibe gepasst hätte. Erstkontakt mit The Kingdom hatten Fans bereits 2019 im Kino, als sich Keanu Reeves im dritten Teil der John-Wick-Reihe zu Bush’s Bullet Holes den Weg freiballerte. Im Grunde ein gutes Bild, welches das Gefühl der Platte perfekt widerspiegelt.

Auch in Sachen Songwriting legt Rossdale auf The Kingdom eine Schippe drauf. Wer seine Schreibe nach diesem Album immer noch unterschätzt, hat nicht zugehört. Im Mittelpunkt stehen die Hürden des Lebens und wie mit ihnen umgegangen wird. Durch die Texte zieht sich ein belebender, positiver Spirit. Zitronen und Limonade, treffend verpackt mit reflektierten und selbstkritischen Worten.

Mit The Kingdom treten Bush aus dem Schatten von Sixteen Stone und präsentieren 12 herausragende Tracks, die viel zu konstruktiv sind für die Post-Grunge-Schublade, in die man die Band gerne steckt. Stattdessen bietet The Kingdom scheppernde 47 Minuten, die richtig Laune machen.