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ALBUM DER WOCHE

Bad Religion - Age of Unreason

06.05.2019

Bad Religion sind richtig wütend! Seit mehr als zweieinhalb Jahren haben sie sich die Trump-Regierung stillschweigend angeschaut, doch nun ist das Maß voll und sie können nicht länger den Mund halten. Die Band veröffentlicht mit ihrem 17. Studioalbum „Age Of Unreason“ ihre eigene Sicht auf Themen wie die Einwandererdebatte oder den aufflammenden Rassismus in den USA. Mit harten, schnellen Beats, großen Hooks und mitreißenden Refrains unterstreichen Bad Religion auch musikalisch ihre Meinung.

Die Single „Chaos From Within“, die auch der Opener des Albums ist, legt das Tempo vor. Genau wie „Do The Paranoid Style“, der sehr politisch aufgeladen ist. Mit diesem Song prangern sie unter anderem an, dass Verschwörungstheorien und Angstmacherei auf dem Vormarsch seien und vergleichen dies mit einem fieberhaften Tanzrausch. Diese Dynamik nimmt aber noch lange nicht ab und geht gleich weiter. Der Beweis ist Song sechs „End Of History“, dessen Refrain das Potential zum Ohrwurm hat. In „Candidate“, der etwas ruhiger ist, heißt es dann über Trump: „Ihr werdet nie den Preis vergessen, den ihr bezahlt habt. Ich bin ein Schauspieler, ein künstlicher Virus. Ich bin euer Daddy und eure Schande.“ „Faces of Grief“ ist dann wieder ein kurzer, aber schlagkräftiger Punk-Rock-Song mit schnellen Killerriffs. Ein Track für die Dauerschleife.

Laut, schnell und voll auf die Fresse. Die knapp 33 Minuten volle Ladung Hardcore-Punk auf „Age Of Unreason“ zeigen, dass Bad Religion nicht blind vor Wut auf die Geschehnisse in ihrem Land reagieren, sondern klar und deutlich den Finger in die Wunde(n) legen. Es ist gut und wichtig, das Bands wie „Bad Religion“, Rise Against und Anti-Flag ihre Reichweite nutzen, um sich zu positionieren und Haltung zu zeigen.