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ALBUM DER WOCHE

Biffy Clyro - Balance, Not Symmetry

27.05.2019

Überraschung! Zwar kündigten Biffy Clyro bereits vor einigen Wochen einen Nachfolger für ihr 2016 erschienenes Album „Ellipses“ an, dass die drei sympathischen Schotten aber vorher noch einen Soundtrack rausbringen, war bis kurz vor Veröffentlichung ein gut gehütetes Geheimnis. „Balance, Not Symmetry“ heißt der dazugehörige Film, für den Biffy Clyro ein komplettes Album mit eigenem, neuem Material geschrieben haben.

Wer beim Thema Soundtrack an ellenlange Instrumentalstücke und obskure Klangkollagen denkt, wird – glücklicherweise? – enttäuscht: 14 waschechte Biffy Clyro Songs mit allem drum und dran, vor allen Dingen aber Gesang stehen gerade mal drei Instrumentals gegenüber. „Balance, Not Symmetry“ kann also getrost als ein normales Biffy Clyro Alben durchgehen. Auffällig ist beim Hören die stilistische Vielfalt der Tracks: Brachialen Rocknummern wie dem Titeltrack oder auch „Sunrise“ stehen poppigen Ausflügen wie in „All Singing and Dancing“, gegenüber. Einer Nummer, die locker auch von Coldplay stammen könnte. Akustische Ausflüge wie „Different Kind of Love“ treffen auf achtziger Jahre Synthies wie in „Colour Wheel“. Das Format „Soundtrack“ machts möglich – und es funktioniert! Biffy Clyro sind halt Hookline-Könige, und das nicht nur von Schottland. Sänger Simon Neil könnte wahrscheinlich auch ein Telefonbuch vorsingen, wenn es nur halb so melancholisch und bewegend klingt wie in „Fever Dream“ klingt.

„Balance, Not Summetry“ ist also die Art von Überraschung, die man sie sich gerne gefallen lässt – auch wenn Fans der drei Schotten dann doch mit einer Enttäuschung umgehen lernen müssen: Der Soundtrack erscheint aktuell nur digital und nicht als physisches Produkt, also auch nicht auf CD. Für den Sommer ist dann eine Veröffentlichung nur auf Vinyl geplant.