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ALBUM DER WOCHE

Linkin Park - The Hunting Party

16.06.2014

Der Kreis schließt sich für Linkin Park. Nach all den Experimenten der Vergangenheit kehren die Jungs zum Alternative Rock ihrer Anfangstage zurück. Sie lassen Songwriter-Strukturen hinter sich, verlassen elektronische Pfade und ordnen den Einfluss des Hip Hops verzerrten Gitarren unter. „The Hunting Party“ kracht entsprechend und lebt von tausend und mehr Gitarren, die neben und übereinander alles kurz und klein schlagen. Wer jetzt mit einem wütenden Album rechnet, irrt, denn Linkin Park wären nicht Linkin Park, würden sie nicht poppigen Strukturen und vor allem Refrains genügend Raum lassen, um weiterhin als Hauptact von Festivals die Massen zu begeistern. Die Vorabsingle „Guilty All The Same“ war schon ein deutlicher Hinweis darauf welche Richtung das Album einschlagen würde. Klassische Linkin Park-Elemente trieben Fans der ersten Stunde Tränen der Freude in die Augen. Frei von Experimenten spielen Linkin Park in diesem Song all ihre Stärken aus: Kraftvolle Riffs, treibende Drums und wohl balanciert zwischen wütendem Rock, Rap-Parts und melodiösem Gesang. Wer „The Hunting Party“ als Kehrtwende oder Besinnung auf die Ursprünge deutet, vergisst allerdings, wie sehr Linkin Park verstehen alle Elemente der vergangenen Alben in dieses Album zu verknüpfen um ein homogenes Rockmonster entstehen zu lassen. Mit besserem Songwriting, unterschwelliger Elektronik und wohl dosiertem Hip Hop gelingt Linkin Park ein großer Wurf, der trotz ein oder zwei kleiner Schwächen, allen Alternative Rockfans ein neues Lieblingsalbum bescheren könnte, ach was: bescheren wird.


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