Smartphone in die Hosentasche!

Placebo möchte nicht, dass bei Konzerten gefilmt und fotografiert wird

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Foto: Mads Perch

PLACEBO haben ihre Fans aufgerufen, bei Konzerten das Smartphone in der Hosentasche zu lassen.

Die Band schreibt:
"Wir bitten höflich darum, das Konzert nicht damit zu verbringen zu filmen und Fotos zu machen. Es macht unsere Konzerte so viel schwieriger. Schwieriger mit euch in Verbindung zu treten und die Emotionen unserer Songs zu kommunizieren. Außerdem ist es respektlos gegenüber anderen Konzertbesuchern, die das Konzert sehen wollen und nicht die Rückseite eures Telefons. Bitte seid einfach im Hier und Jetzt und genießt den Moment. Denn dieser Moment wird nie wieder passieren. Bitte helft uns auf unserer Mission."

Placebo sind mit diesem Wunsch nicht die allein. Auch Bob Dylan, Jack White oder Guns N' Roses wünschen sich immer öfter handyfreie Konzerte – mit verschiedenen Herangehensweisen.

Bei einem Bob Dylan Konzert in Hamburg wurde z.B. mit einem Schild am Eingang und entsprechenden Durchsage in der Halle gearbeitet. Wollte doch jemand sein Handy zum filmen oder fotografieren nutzen griff sofort ein höflicher Ordner ein.

Andere Künstler nutzen sogenannte Yondr-Bags. Eine Art Smartphone-Hüllen, in die das Handy vor dem Konzert gesteckt werden muss. Die Taschen werden mit einem Pin verschlossen und man kann sie erst nach dem Konzert wieder öffnen lassen. Bekannt ist dieses Prinzip in der Musikbranche schon – z.B. von exklusive Pre-Listening Sessions für die Presse.

Ob sich diese Taschen durchsetzen, ist allerdings fraglich, da manche Konzertbesucher das sicherlich als Eingriff in ihre Privatsphäre werten.

Was sonst noch so los ist in der Rockwelt...

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